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Pressespiegel 2012
Die weiße Pracht im Daadener Land PDF  | Drucken |  E-Mail
Sonntag, den 29. Januar 2012 um 18:07 Uhr

Sonderseite in der SZ - Winter im Daadener Land

 
Alte Daadener Kirche im Modell rekonstruiert PDF  | Drucken |  E-Mail
Montag, den 23. Januar 2012 um 20:46 Uhr


Wie sah die alte Daadener Kirche aus, die vor genau 290 Jahren der heutigen Barockkirche weichen musste?

In alten Dokumenten ist zu lesen, dass die damalige Kirche eine Länge von 80 Schuh und eine Breite von 26 Schuh hatte. In heutigen metrischen Maßen ausgedrückt, war die Kirche ohne Turm etwa 15 Meter lang und 7,50 Meter breit; die Deckenhöhe lag bei 9 Meter. Somit endete die alte Kirche dort, wo heute die erste Kirchenbank im Mittelschiff steht. Diese Entdeckung machte man auch bei Ausschachtungsarbeiten für die Heizungsanlage 1971, als die Handwerker genau an dieser Stelle auf den unteren Teil der östlichen Wand der früheren Kirche stießen.

Andere Abmessungen sind noch aus der alten Bausubstanz des Turmes, der im unteren Teil von der Vorgängerkirche enthalten blieb, ersichtlich. So sind hier sowohl noch die zugemauerten früheren Schalllöcher als auch die Stelle zu erkennen, wo das alte Kirchendach an den Turm stieß. Aufgrund einer alten Zeichnung ist schließlich auch die Form des früheren Turmhelmes der Nachwelt erhalten geblieben.

Aus diesen Angaben hat der Arbeitskreis Heimatgeschichte Daadener Land jetzt ein Modell der alten Kirche anfertigen lassen. Mit viel Liebe zum Detail wurde der Turmhelm mit dem schon fast berühmten goldenen Engel - im Modell aus Messing - sowie das Kirchendach aus kleinen Schindeln hergestellt. Über die Turmuhr sowie die Anzahl und die Größe der Kirchenfenster ist bislang noch nichts bekannt geworden; ebenso weiß man nicht genau, wie der bauliche Abschluss im Chorraum ausgesehen hat. Da die 1971 gefundenen Reste der Außenwand jedoch gerade waren, kann der Chorraum schwerlich in Rundform gebaut gewesen sein.  

Aufgrund der in den alten Urkunden niedergelegten Maße ergibt sich, dass das Kirchenschiff nicht breiter gewesen ist als der Turm. Möglicherweise hatte die Kirche früher noch zwei Seitenschiffe, wie dies bei der romanischen Bauform durchaus üblich war. Da die Kirche im 30-jährigen Krieg ausbrannte, könnte es sein, dass die Seitenschiffe dabei zerstört und nicht wieder aufgebaut wurden. Es wäre aber auch denkbar, dass es sich bei der alten Daadener Anlage um eine einfache Kirche mit breitem Turm und ebenso breitem Kirchenschiff gehandelt hat.

Wenn auch einige Fragen offen bleiben, so vermittelt das Modell doch einen guten Eindruck von dem Gotteshaus, das sich unsere Vorfahren im Mittelalter einst erbauten und das ihnen vermutlich 600 Jahre lang als Mittelpunkt des geistlichen Lebens diente.

Das Modell wird, um es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, zunächst im Schaufenster des Modehauses Schweitzer in Daaden ausgestellt.





Foto: Modell der alten Daadener Kirche

 
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